Handy-Verlust und jetzt?

Wichtige Tipps für den richtigen Umgang

Das Handy ist für viele Menschen ein unabdingbarer Begleiter geworden. Dennoch kommt es oft genug vor, dass das Handy aus unterschiedlichsten Gründen abhanden kommt: Es fällt aus der Tasche, es wird liegen gelassen oder sogar geklaut. Leider ist es dann häufig schon zu spät, um die richtigen Maßnahmen zu ergreifen.

Deshalb stellen wir Ihnen hier wichtige Tipps vor, wie Sie sich entsprechend auf diesen Fall vorbereiten und wie Sie bei Verlust reagieren.

Maßnahmen vor dem Verlust:

Wie schütze ich mein Handy vor dem Zugriff Dritter?

Heutzutage sind auf dem Handy neben Kontaktdaten auch Urlaubsfotos und allerlei andere sensible, persönliche und berufliche Daten gespeichert. Dessen Verlust ist nicht nur sehr ärgerlich, sondern kann auch schädlich sein, wenn die Daten in die falschen Hände geraten.
Das Handy sollte aus diesem Grund mit einem sicheren Code geschützt werden. Häufig können Sie statt des Codes Ihren Fingerabdruck oder ein Muster verwenden, um Ihr Handy vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Es ist allerdings darauf zu achten, welchen Code Sie  verwenden - Geburtsdatum oder Zahlenkombinationen wie „0000“ oder „0815“ sind leicht herauszufinden.
Sensible Apps, wie z. B. die VR-BankingApp können zusätzlich mit einem Passwort gesichert werden, welches beim Start der App eingegeben werden muss.

Generell sollte vermieden werden Passwörter auf dem Handy zu speichern!

Sorgen Sie vor

Damit beim Verlust des Handys nicht alle wichtigen Daten, wie Termine, Kontakte oder Fotos verloren sind, sollte regelmäßig ein Backup der Daten außerhalb des Handys gespeichert werden.
Mit spezieller Software lässt sich ein Backup auf dem eigenen Computer erstellen und synchronisieren. Weiterhin sind auch Online-Dienste nutzbar, um die Sicherheitskopie im Internet zu speichern.


Maßnahmen nach dem Verlust:

Sperren der SIM-Karte

Beim Verlust sollte zunächst die SIM-Karte gesperrt werden, um zu verhindern, dass Unbefugte das Handy weiterhin fürs Telefonieren oder sogar für kriminelle Zwecke nutzen. Ansonsten kann es zu einer teuren Mobilfunkrechnung kommen.
Die SIM-Karte lässt sich beim jeweiligen Mobilfunkanbieter sperren. Die meisten Anbieter haben für solche Zwecke spezielle Service-Hotlines oder die Karte lässt sich direkt auf der Homepage sperren. Informationen dazu und die entsprechenden Rufnummern können Sie den Vertragsunterlagen oder der Homepage des Anbieters entnehmen.
Ebenfalls den Vertragsunterlagen zu entnehmen sind die zur Sperrung benötigten Angaben wie Handynummer, SIM-Kartennummer und Kundennummer bzw. Kundenkennwort. Deshalb ist es ratsam zu wissen, wo die Vertragsunterlagen abgelegt wurden.

Sperren des Online-Banking Zugangs

Wenn Sie auf Ihrem Handy unsere VR-BankingApp oder andere Online-Banking-Apps installiert haben, sollten Sie die Zugangsdaten bei Ihrer Bank umgehend sperren lassen oder diese Sperre selbst über die Banking-Internetseite vornehmen.

Die Sperre der Zugangsdaten kann über mehrere Wege vorgenommen werden:

  • Über die zentrale Sperr-Hotline 116 116 unter Angabe Ihrer IBAN und idealerweise auch Ihrer Zugangskennung (die Zugangskennung bei der Volksbank Vechta ist Ihr VR-NetKey oder Ihr individueller Anmeldename/Alias)
  • Durch einen Anruf bei Ihrer Bank (Telefonnummer der Volksbank Vechta: 04441 899-0)
  • Im Internet-Banking Ihrer Bank (bei der Volksbank Vechta nach der Anmeldung im eBanking unter "Service" -> "Online-Zugang sperren" ohne Angabe einer TAN)

Gehen Sie zur Polizei oder ins Fundbüro

Ist das Handy geklaut, sollte der Diebstahl bei der Polizei zur Anzeige gebracht werden. Für die Anzeige benötigen Sie die „International Mobile Equipment Identity“ (IMEI). Diese sollte direkt nach dem Kauf notiert werden. Die IMEI finden Sie je nach Handymodel auf der Rückseite des Handys, im SIM-Kartenslot, unter dem Akku, in den Handyeinstellungen und/oder auf der Originalverpackung des Handys. Ohne lange suchen zu müssen, können Sie auch einfach die Tastenkombination „*#06#“ (Sternchen Raute Null Sechs Raute) im Anrufmenü eingeben und die IMEI wird auf dem Display angezeigt. Außerdem benötigen Sie noch einen Kaufnachweis für das Handy - diesen Aufzubewahren macht also in jedem Fall Sinn.
Bei Fundbüros reicht es in der Regel, wenn Sie die IMEI und SIM-Kartennummer angeben.

Vielleicht findet sich das Handy noch wieder

Viele Handys bieten die Möglichkeit, nach erfolgter Aktivierung, das Handy mit einem externen Programm zu orten. Oder man ruft das eigene Handy an und hofft, dass man das Klingeln hört. Ist Bluetooth aktiviert, kann man auch mit einem anderen Bluetooth fähigen Gerät auf die Suche nach dem Handy gehen, indem man sich Geräte in der Nähe anzeigen lässt. So lässt sich der Suchradius auf wenige Meter eingrenzen.