Presseinformation zur Vertreterversammlung der Volksbank Vechta eG am 9. Juni 2015

Volksbank Vechta steigert ihr Geschäftsvolumen in 2014 überdurchschnittlich

Trotz sich verschärfender Rahmenbedingungen und einem lebhaften Wettbewerbsumfeld konnte die Volksbank Vechta im Geschäftsjahr 2014 ihre Marktposition weiter ausbauen.
„Wir sind zufrieden, die erneuten Wachstumsraten bestätigen uns in unserem Handeln“ – so das Resümee der Bankvorstände Ludger Ellert und Dr. Martin Kühling auf der Vertreterversammlung im Waldhof in Vechta.
Das Bilanzwachstum wurde gleichermaßen getragen von gestiegenen Kundenkrediten auf der Aktivseite als auch von einem Einlagenwachstum auf der Passivseite der Bilanz. Dr. Martin Kühling stellte die Zahlen im Einzelnen vor:
Danach stieg die Bilanzsumme um 5,3 % auf jetzt 971 Mio. Euro, die Kundenkredite erhöhten sich um 5,1 % auf 701 Mio. Euro; den stärksten Anstieg erfuhren die Kundeneinlagen mit einer Wachstumsrate von 6,5 % auf nunmehr 663 Mio. Euro. Sämtliche Wachstumsraten liegen durchweg über den Quoten anderer Genossenschaftsbanken sowohl auf Regionalebene als auch bundesweit.
Der Vorstand führte die erneut positiven Zahlen zum einen auf das gute wirtschaftliche Umfeld in der Region aber auch auf die Attraktivität des genossenschaftlichen Geschäftsmodells generell zurück.
Die Verteilung der Kundenkredite nach Branchen ist ausgewogen, so Martin Kühling. Danach entfällt auf private Finanzierungen rund ein Drittel, zwei Drittel der Kredite wurden an gewerbliche Kreditnehmer ausgereicht.
Neben den bilanziellen Kundenkrediten vermittelte die Volksbank Vechta wieder ein beachtliches Volumen an die Partner innerhalt der Genossenschaftlichen FinanzGruppe. Hierbei handelt es sich um langfristige Finanzierungen – vorwiegend für den Wohnungsbau – in Form von Hypotheken-, Bauspar- und Versicherungsdarlehen. Die Bestände erhöhten sich um 6,1 % auf 208 Mio. Euro.
Erfreulich entwickelten sich auch die Wertpapierbestände in den Kundendepots. Die günstige Entwicklung am Aktienmarkt und die vermehrte Nachfrage nach alternativen Anlageformen aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsen erhöhte das Wertpapiervolumen im Geschäftsjahr um 5,1 % auf 144 Mio. Euro.
Noch zufrieden zeigte sich der Vorstand mit der Ertragslage, die wieder eine Dividende von 6 % ermögliche. Gleichzeitig machte er aber deutlich, dass das niedrigere Zinsniveau die Ergebnissituation zunehmend belaste.
Martin Kühling veranschaulichte anschließend die Folgen der Niedrigzinsen für Kreditnehmer und Sparer durch Gegenüberstellung derzeitiger und historischer Zinssätze.
Ludger Ellert hatte in seinem Vortrag auf die aktuellen Herausforde-rungen in der Bankenwelt hingewiesen, insbesondere auf die Folgen der Niedrig-, Null- und Negativzinspolitik. Wenn der Zinsüberschuss als größte Ertragsquelle einer Geschäftsbank unter Druck gerät, gewinnen die Dienstleistungs- und Vermittlungserträge noch mehr an Bedeutung und die Kostentrukturen sind zu überdenken, so Ludger Ellert.
Eine weitere Herausforderung seien die – als Folge der Finanzmarktkrise überwiegend aus Brüssel kommenden - verschärften regulatorischen Anforderungen. Zur Erfüllung diverser neuer Meldevorschriften sei zunehmend mehr Personal erforderlich, das Geschäftsmodell der Volksbanken würde durch die überzogene Regulierung benachteiligt.
Auch die zunehmende Digitalisierung sei ein aktuelles Thema, das digitale Geschäft gewinnt immer mehr an Bedeutung und verlangt ein einfaches, schnelles und sicheres Bezahlsystem, so Ellert.
Unter dem Motto „Was uns antreibt …“ stellte Ellert einige Schwerpunkte heraus, die für die Volksbank Vechta aktuell im Fokus stehen. Dazu gehören die Themen Eigenkapitalausstattung, neue Kontomodelle, der neue Internet-Auftritt (Internet-Filiale) sowie die Erschließung von Baugrundstücken.
Im weiteren Verlauf der Tagesordnung wurden unter der Versammlungsleitung von Peter Spille, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates, die erforderlichen Beschlüsse gefasst.
Die ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates, Rudolf Cordes, André Meyer und Birgit Meyer wurden einstimmig wieder in das Gremium gewählt. Für seine 25-jährige ehrenamtliche Tätigkeit im Aufsichtsrat überreichte Aufsichtsratsvorsitzender Peter Spille Herrn Hubert Ruhe die silberne Ehrennadel des Genossenschaftsverbandes Weser-Ems e.V.

v.l. Jubilar Hubert Ruhe, André Meyer, Ludger Ellert, Birgit Meyer, Dr. Martin Kühling und Peter Spille

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