50 Geschenktaschen für Bedürftige

Volksbank Vechta verzichtet auf Weihnachtspräsente und spendet 2.500 Euro

Waren im Wert von ca. 30 Euro als Geschenk

In Kooperation mit der Volksbank Vechta verteilt die Gemeinde Goldenstedt anlässlich des diesjährigen Weihnachtsfests 50 Taschen an Bedürftige. Das Geldinstitut verzichtete in diesem Jahr auf Geschenke. Stattdessen übergab die Bank kürzlich eine Spende in Höhe von 2.500 Euro an die Gemeinde. „In den vergangen Jahren haben wir Präsente an ehemalige, pensionierte Mitarbeiter und Kunden vergeben“, sagt Vorstandssprecher Dr. Martin Kühling. Von diesem Vorgehen sei man abgerückt und wolle das Geld dagegen für einen guten Zweck spenden. „In unserer Region gibt immer noch Menschen, denen es nicht so gut geht, die wirklich bedürftig sind“, fügt das zweite Vorstandsmitglied, Herbert Hermes an. Im jährlichen Wechsel spendet die Bank von nun an Geld an die Gemeinden in ihrem Geschäftsgebiet. Neben Goldenstedt hat auch die Stadt Vechta eine Spende erhalten. „Von unseren Kunden und Mitarbeitern gab es bisher nur positive Rückmeldungen“, sagt Hermes. 50 Sozialhilfe- und Grundsicherungsempfänger in Goldenstedt profitieren von den Präsenten. „Wir übergeben die Taschen persönlich“, erklärt Marianne Heyng. Die Sozialamtsleiterin bereitete die Geschenkbeutel vor. „Die Taschen sind mit einem persönlichen Anschreiben versehen“, sagt sie. Die Gemeinde bringt jedem seine Tasche zu Hause vorbei. Die Empfänger finden in dem Beutel einen 20 Euro Gutschein für eine örtliche Bäckerei. Hinzu kommen einige Lebensmittel. Dazu gehören unter anderem Schokolade und Kaffee. „Insgesamt stecken in dem Beutel Waren im Wert von circa 30 Euro, erklärt Heyng. Darüber hinaus erhalten die Begünstigten auch einige Informationen über die Angebote der Gemeinde. Goldenstedts Bürgermeister Willibald Meyer (CDU) freut sich über die Spende. Das Geld komme nun den Personen zugute, die es dringend benötigten. „Es gibt noch viele Menschen die sich schämen, den Antrag auf Grundsicherung zu stellen“, sagt der Bürgermeister. Er appelliert daher an die Bürger der Gemeinde , die bisher aus Scham noch keine Hilfe der Gemeinde beanspruchen. „Es wäre schön, wenn sich auch diese Menschen bei uns melden, damit wir sie unterstützen können“, sagt Willibald Meyer.

Bericht und Foto: Oldenburgische Volkszeitung

Denken an Bedürftige vor Ort: Herbert Hermes, Marianne Heyng, Bürgermeister Willibald Meyer und Dr. Martin Kühling (v.l.n.r.)