Vertreterversammlung 2018

Volksbank Vechta blickt zurück auf zufriedenstellendes Geschäftsjahr

Mit dem Geschäftsverlauf 2017 zeigten sich die Bankvorstände Dr. Martin Kühling und Herbert Hermes auf der diesjährigen Vertreterversammlung zufrieden.

Herbert Hermes stellte die Zahlen im Einzelnen vor: Demnach stieg die Bilanzsumme um 46 Mio. auf nunmehr 1.116 Mio. Euro (+ 4,3 %). Die Kundenkredite erhöhten sich dabei um 26 Mio. auf jetzt 824 Mio. Euro (+3,3 %), die Kundeneinlagen wuchsen um 23 Mio. auf 779 Mio. Euro (+3,1%). „Das Wachstum entspricht den langfristigen Planungsrechnungen der
Bank“, so der Vorstand.

Sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich war der Motor des Kreditwachstums der Bau- und Immobiliensektor. Neben den Krediten in der Bankbilanz wurden auch Finanzierungen an die Partner der Genossenschaftlichen FinanzGruppe vermittelt. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um langfristige Hypotheken-, Bauspar- und Versicherungsdarlehen. Ihr Bestand erhöhte sich um 23 Mio. auf 282 Mio. Euro (+ 8,8 %).

Bei den Kundeneinlagen dominierten weiterhin die kurzfristigen Geldanlagen. Während die Sichteinlagen sich um 26 Mio. auf 418 Mio. Euro erhöhten (+ 6,7 %), stieg das Volumen der Spareinlagen um 23 Mio. auf 292 Mio. Euro (+ 8,6 %). Erneut rückläufig waren die befristeten Gelder in Form von Termineinlagen, die Bestände reduzierten sich um 26 Mio. auf jetzt 69 Mio. Euro. Neben den bilanziellen Kundeneinlagen betreut die Volksbank Vechta auch die Wertpapierbestände ihrer Kunden. Sie erhöhten sich um 10,1 % auf 234 Mio. Euro (+ 22 Mio. Euro).

Insgesamt ist der Vorstand der Volksbank Vechta sowohl mit der Ertragslage als auch mit der Eigenkapitalausstattung zufrieden, wenngleich die anhaltenden Niedrigzinsen die Ergebnisse schmälern und die zunehmende Regulatorik die Eigenkapitalanforderungen steigen lässt.

Vorstandssprecher Dr. Martin Kühling gab in seinem Vortrag zunächst einen kurzen Überblick über die weltwirtschaftliche Entwicklung und die derzeitige politische Situation. Kritisch ging Dr. Kühling mit dem Thema „Vergemeinschaftung der europäischen Einlagensicherung“ um und stellte klar, warum die Genossenschaftsbanken für die bestehende nationale Einlagensicherung kämpfen.

Das Thema Digitalisierung war ebenfalls Gegenstand des Vortrages. Auf Basis der veränderten Nutzungsgewohnheiten der Kunden setzt die Volksbank Vechta im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie daher künftig auf drei Säulen im Bankgeschäft: persönliches Banking, digital-persönliches Banking (Stichwort: Kunden-Dialog-Center) und rein digitales Banking.

Um den veränderten Kundenbedürfnissen Rechnung zu tragen, wird die Volksbank Vechta die Öffnungszeiten zum 01.01.2019 moderat anpassen. An den Beratungszeiten der Bank ändert sich nichts. Termine zur individuellen Beratung bei den Beratern der Volksbank Vechta sind wie bisher auch außerhalb der Öffnungszeiten – werktags von 8 bis 20 Uhr - möglich.

Das bisherige Telefon-Service-Center wird zu einem Kunden-Dialog-Center ausgebaut, welches über verschiedenste Kanäle zu erreichen ist. Damit will die Volksbank Vechta für ihre Kunden noch besser erreichbar sein: Montag bis Freitag von 6 bis 22 Uhr sowie Samstag von 9 bis 14 Uhr können Kunden dann telefonisch, per E-Mail oder per WhatsApp mit den Mitarbeitern in Kontakt treten und ihre Bankgeschäfte erledigen. Außerdem will die Volksbank Vechta mittelfristig Beratungsgespräche mittels Video-Chat und Co-Browsing anbieten. Beim Co-Browsing können Kunde und Berater jeweils über ihren eigenen PC oder Tablet zusammen auf denselben Bildschirm zugreifen und gemeinsam durch das Beratungstool navigieren. So wird eine Beratung unabhängig vom Ort möglich.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurde der Jahresabschluss 2017 festgestellt und der Verwendung des Jahresüberschusses sowie der Zahlung einer Dividende von – unverändert – 6 % von den Vertretern einstimmig zugestimmt. Ebenfalls jeweils einstimmig beschlossen wurden die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die vorgestellten Satzungsänderungen.

Die turnusmäßig aus dem Aufsichtsrat ausscheidenden Mitglieder André Meyer und Otto Themann wurden in das Gremium einstimmig wiedergewählt. Das ebenfalls ausscheidende Mitglied Rudolf Cordes konnte wegen Erreichen der Altersgrenze nicht wieder gewählt werden. Für ihn erfolgte keine Neuwahl, da die Anzahl der Mandatsmitglieder mittelfristig von zehn auf neun reduziert werden soll. Das Geschäftsgebiet Langförden wird weiterhin durch Dr. Erwin Sieverding vertreten. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Herr Ludger Wessel, dankte Rudolf Cordes für seinen langjährigen Einsatz im Gremium der Volksbank Vechta.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurden Ehrungen für langjähriges Wirken in der genossenschaftlichen Organisation vorgenommen: Rudolf Cordes erhielt für seine knapp 30-jährige ehrenamtliche Tätigkeit im Aufsichtsrat die goldene Ehrennadel des Genossenschaftsverbandes Weser-Ems; ebenfalls eine goldene Ehrennadel erhielt Jürgen Müller für über 30-jährige Organisationszugehörigkeit – davon überwiegend in leitender Tätigkeit. Die Überreichung nahm der Verbandsdirektor des Genossenschaftsverbandes, Herr Johannes Freundlieb, vor.